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Verletzungs-Schock vor Heimweltcup: Saison für deutschen Ski-Talent vorzeitig beendet

Garmisch-Partenkirchen – Für Luis Vogt (24) hätte die Saison kaum enttäuschender verlaufen können! Obwohl der deutsche Skirennläufer die Qualifikationsanforderungen erfüllt hatte, wurde er nicht für die Olympischen Spiele nominiert. Nun kann er nach den Spielen nicht einmal mehr zeigen, was in ihm steckt, da er seine Saison verletzungsbedingt vorzeitig beenden muss.

Wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Freitag mitteilte, zog sich Vogt im Abschlusstraining vor der Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen eine Verletzung zu.

„Beim Training an der Einfahrt zum Eishang verlor ich die Kontrolle am Tor und wurde nach hinten gedrückt. Im Ziel spürte ich einen dumpfen Schmerz im rechten Knie“, schilderte der 24-Jährige den Vorfall.

Die Untersuchungen ergaben laut DSV eine starke Überdehnung des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie. In Absprache mit den Ärzten habe man entschieden, dass eine Operation nicht notwendig sei und die Verletzung konservativ durch Ruhigstellung mit einer Schiene behandelt werden könne. Das bedeutet, dass Vogt den Rest der Alpin-Saison von der Seitenlinie verfolgen muss.

„Das ist sehr enttäuschend und ärgerlich, gerade vor meinem Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen, auf das ich mich wirklich gefreut hatte“, erklärte Vogt. „Andererseits hätte es auch schlimmer kommen können.“

Deutlich härter traf es den Finnen Elian Lehto (25), der ebenfalls im Abschlusstraining stürzte und anschließend auf der Intensivstation behandelt werden musste, nachdem seine Lunge kollabiert war.

Im Vergleich dazu kam Vogt glimpflich davon, wird sich aber angesichts seiner zuletzt starken Leistungen sicher ärgern, jetzt nicht mehr starten zu können.

In einer bisher enttäuschenden Saison für die DSV-Herren hatte Vogt kurz vor den Olympischen Spielen mit einem achten Platz in der Abfahrt von Kitzbühel für Aufsehen gesorgt. Da die Nominierungsfrist jedoch bereits abgelaufen war, durfte er nicht nach Bormio reisen.

Über die Nichtberücksichtigung des Garmisch-Partenkirchener Athleten zeigte sich unter anderem Felix Neureuther (41) sehr verärgert, konnte jedoch nichts daran ändern, dass keine Ausnahmegenehmigung für Vogt erteilt wurde.